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Wann Perlite verwenden?

Was ist Perlit?

Perlite sind sogenannte „mineralische Zuschlagsstoffe“, weil sie nicht ausschließlich als Substrat verwendet werden. Sie werden einem Boden hinzugegeben, um dem Bodensubstrat besondere Eigenschaften zu schenken.

Doch wann eignen sich Perlite als Zuschlagsstoff besonders – und wann sind sie eher ungeeignet?

Die Eigenschaften von Perliten

Um die Frage nach der Verwendung zu klären, ist es hilfreich, uns zuerst die Eigenschaften von Perliten anzuschauen.

Einsatzgebiete von Perlit

Perlit bietet viele Anwendungsmöglichkeiten. Er kann in Erde und Substrate gemischt werden, um dem Boden besondere Eigenschaften zuzuführen oder auch als Komplettersatz zur Erde oder zum Substrat verwendet werden.

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Lockert den Boden

Bei einem Anteil von ca. 30 % Perlite in der Erde oder im Substrat wird der Boden luftiger und lockerer. Dadurch können sich Pflanzenwurzeln besser ausbauen und ein stärkeres Wurzelnetz bilden. Ebenso sammelt sich in Perliten viel Sauerstoff an, was bei der Nutzung deinen Pflanzen zur Verfügung steht.

Wiederverwendbarkeit

Nach jeder Verwendung kann Perlit abgekocht werden, um für andere Pflanzen wiederverwendet zu werden. Das erneute Abkochen ist wichtig, weil die Perlite sonst nicht mehr steril sind, da sie bereits im Boden mit Mikroorganismen und Nährstoffen in Verbindung kamen.

Steril und natürlich

Perlite enthalten keine Nährstoffe oder Mikroorganismen wie Bakterien oder Viren: Durch die extreme Erhitzung bei der Herstellung wird eine 100%ige Sterilität erreicht. Durch den Einsatz von Perliten reicherst du den Boden also um keine Pflanzennährstoffe an und hast die Nährstoffzusammensetzung des Bodens besser im Blick.

Für nährstoffhungrige Pflanzen eher ungeeignet

Da Perlite selbst keine Nährstoffe aufnehmen kann, sollte Erde mit Perliten regelmäßig mit Nährstoffen versorgt werden. Bei einem Anteil von 30 % im Boden fehlen also 30 % an Boden, der Nährstoffe bereitstellt. Daher sind Perlite perfekt geeignet für junge Pflanzen bei der Aufzucht, die ein Überschuss an Nährstoffen nicht mögen. Was sich bei nährstoffhungrigen Pflanzen wie ein Nachteil anhört, ist auf der anderen Seite auch ein Vorteil, weil Perlite ebenso keine Salze aufnehmen.

Verhindert Wasserstau

Perlite sind gut geeignet für Pflanzen, die zu viel Wasser nicht mögen. Perlite helfen dabei, das Wasser im Boden leichter abfließen zu lassen. Durch Perlite wird es schwieriger, Pflanzen „zu viel“ zu gießen. Perlite sind also besser geeignet für Pflanzen, die nicht sehr viel Wasser brauchen – und schlechter geeignet für Pflanzen, die viel Wasser brauchen.

Lange Lagerungsdauer

Perlite können ca. 5 Jahre genutzt und gelagert werden, da sie eine sehr lange Lebensspanne besitzen. Nach ca. 4 oder 5 Jahren zerfallen Perlite wieder zu Staub.

Geringes Gewicht

Da es sich bei Perliten um ein sehr leichtes Substrat handelt, wird das Gewicht der Erde bei Zugabe reduziert. Perlit kann, um das Gewicht auszugleichen, mit schweren Substraten vermischt werden. Was bei beispielsweise Dachgärten oder beim Vertikalen Anbau dank des geringen Gewichts auf Regalen oder Gebäuden somit ein großer Vorteil ist, kann sich Outdoor bei starken Winden als unvorteilhaft erweisen, weil der Zuschlagstoff somit leichter weggepustet werden kann.

Preiswert in der Anschaffung

Perlit ist in der Anschaffung besonders günstig. Bereits ergiebige 100 Liter Säcke gibt es zu sehr attraktiven Preisen online zu kaufen.

pH-neutral

Perlite haben einen neutralen pH-Wert von 7. Deshalb muss der pH-Wert deines Bodens nicht wegen Perlite laufend unter Beobachtung stehen.

Was ist bei der Verwendung von Perliten zu beachten?

Je nach Struktur und Siebung können Perlite stauben. Das Vulkangestein ist in mehreren Größen enthalten, die einzelnen Perlite können zwischen 0 bis ca. 6 mm Durchmesser variieren. Besonders feine Perlite (0 mm Durchmesser) stauben bei der Verwendung – und können beim Einatmen gesundheitsschädlich sein (Staublunge). Um dem Stauben entgegenzuwirken, empfehlen wir Perlite immer nass zu verarbeiten. Dadurch wird die Gefahr stark verringert, dass Perlite staubt und sich in der Luft verteilt. Beim Mischen in Substrat und Erde sollte Perlite in einem Verhältnis von 1:3 verwendet werden. Ab einem Anteil von ca. 30 % können die Vorteile von Perlite im Boden genutzt werden.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Perlite besonders bei der Anzucht von Jungpflanzen viele Vorteile bringen, aber bei der dauerhaften Verwendung als Substratboden auch schaden können.